Konzertbericht: Dream Theater
Bands / Künstler, Konzerte |
10. November 2009 21:58 Uhr |
Ti-Es |

Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle:
Der 2. Oktober, ein unvergesslicher Abend, hätte niemals enden dürfen, denn an dem besagten Tag gaben sich Dream Theater die Ehre in Hamburg zu spielen im Rahmen der Progressive-Nation-Tour.
Wie wohl noch niemand weiß, jetzt aber schon, ist Dream Theater meine absolute Lieblingsband und die Erwartungen an dem Konzert entsprechend hoch, doch sie wurden im großen Stile weit übertroffen, doch fangen wir mal erstmal ganz von vorne an. Die Alsterdorfer Sporthalle erreichten wir bereits 2 Stunden vor Einlass. Grund: Erste Reihe natürlich. Der Einlass fand dann eine halbe Stunden früher statt als geplant, um so besser, lieber in der Halle stehen als draußen in der Kälte.
Gegen 19 Uhr ging es dann auch endlich los, UneXpect, eine kanadische extreme-progressive-metal-band, betraten die Bühne und konnte schon nach wenigen Minuten die Zuschauer überzeugen. Leïlindel hat eine fantastische Stimme und alle Musiker beherrschten ihre Instrumente. Die Band ist super, sollte man sich vormerken, falls sie mal wieder in Deutschland sein sollten. Nach 45 Minuten war das Set der Kanadier dann auch schon leider vorbei.
Kurze Umbaupause und es ging weiter mit Bigelf, die ebenfalls 45 Minuten ordentlich Stimmung und noch mehr Lust auf Opeth und Dream Theater machten. Die Mischung aus Progressive-Metal und Hard Rock passt auf jeden Fall mal und ist genauso abgedreht wie die Outfits vom Sänger Damon Fox.
Wieder einmal folgte eine Umbaupause, die erstaunlicherweise auch recht schnell verlief. Nun war Opeth an der Reihe und ich konnte es kaum fassen, dass sie sofort Windowpayne spielten. Dieser Song ist einer meiner absoluten Favoriten von dieser Band.
Opeth spielten genau 6 Songs bei einer Gesamtspielzeit von knapp einer Stunde. Doch auch wie schon im letzten Jahr fehlte mir der Song „Burden“. Den würde ich zu gerne mal live miterleben wollen. Vielleicht ja beim nächsten Mal.
Nachdem dann schon gut über 3 Stunden vergangen sind, dauerte die letzte Umbaupause Ewigkeiten. Im Hintergrund liefen zwar schon Songs von Dream Theater, gecovert von einer durchaus talentierten Sängerin (wäre mal schön zu erfahren, wer das gewesen ist). Ebenfalls in einer Instrumental-Version hörte man schon Six Degrees Of Inner Turbulence heraus und manfreute sich immer mehr. Und dann geschah es, das Licht ging aus und die Titelmelodie von Hitchcocks „Psycho“ ertönte bis dann ein Gewitter ertönte und Blitzlicht die Halle erhellte. Mit dem Übergang zu „A Nightmare To Remember“ verschwand der Vorhang und das Publikum war am toben. Es ist einfach wahnsinnig wie die Band ihre Instrumente beherrschen und James LaBrie singen kann. Mit „Lie“ und „The Mirror“ folgten 2 ultimative Klassiker aus dem 1994 veröffentlichten Album „Awake“. „A Rite Of Passage“ sollte dann der 2. Song aus dem aktuellen Album sein. Ruhige Töne erklangen mit dem nächsten Song „Hollow Years“. Überraschenderweise spielten sie diesen Song in der Demo-Version, worauf wohl nicht wirklich jeder vorbereitet war und direkt mal einige aus dem Publikum den Refrain der Album-Version sangen. Danach verschwand die Band, bis auf Jordan Rudess, der ein schönes Keyboard-Solo zauberte. Mit „The Dance Of Eternity“ und „In The Name Of God“ wurden dann die letzten 2 Songs gespielt und die Band verabschiedete sich vorerst.
Doch natürlich gab es eine Zugabe und keine Mickrige. Mit „The Count Of Tuscany“ gaben sich die Herren nochmal 20 Minuten die Ehre und ließen die Fans nach knapp über 2 Stunden Spielzeit nach Hause gehen.
Für mich war es nicht nur das Konzerthighlight des Jahres, sondern das beste Konzert, was ich jemals gesehen habe. Die Band muss einfach mal live gesehen zu haben und ich hoffe, dass sie Deutschland möglichst bald wieder besuchen.




1 Kommentar | Einen eigenen Kommentar schreiben
Wow klingt echt super. Ich hatte bisher leider noch nicht das Vergnügen aber es steht auf jeden Fall auf meiner Liste der Must have seen artists.
Bin mal gespannt ob mein Eindruck auch so großartig wird.
Gruß Andi
22.01.10 11:51 Uhr | | Nach oben
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