Konzertbericht: Stephan Weidner “Der W” - Live in Kiel
Bands / Künstler, Konzerte |
23. April 2009 13:29 Uhr |
Ti-Es |

W! Der Wer? Ja, Stephan Weidner oder auch ganz einfach „der W“ kam nach Kiel in die Halle 400. Nachdem sich die Onkelz 2005 für immer verabschiedeten, ist es doch eine große Freude einen der Onkelz wieder live sehen zu dürfen. Letztes Jahr bescherrte er uns ein Top-Album namens “Schneller, Höher, Weidner” mit sehr guten rockigen Stücken, aber auch schönen und traurigen Balladen, wie man es vom Weidner gewohnt ist. Da war es natürlich um so spannender zu erfahren, wie die Songs live rüberkommen.
Kurz nach 20 Uhr war es dann soweit, der Weidner kam kurzzeitig auf die Bühne um die Vorband D-A-D aus Dänemark anzukündigen, von der er schon lange Fan ist. Ich kannte noch keinen Song von denen, von daher gab es noch eine gute Chance ebenfalls Fan dieser Band zu werden. Im Endeffekt war es dann aber nicht so mein Fall. Gespielt hatte die Band eine Richtung aus Hard Rock und Heavy Metal. Der Sänger hatte eine recht merkwürdige Stimme, die mir nach kurzer Zeit schon auf die Nerven ging. Die Gitarristen waren verdammte Poser wie man sie natürlich aus dem Heavy Metal-Bereich kennt, aber die haben sich auch noch viel zu oft verspielt. Gut Stimmung hat die Band bei den meisten Leuten im Publikum dennoch gemacht. Also von daher haben die Dänen einen guten Job geleistet.
Nach einer ewigen Umbaupause war es dann endlich soweit und der Weidner betrat die Bühne und legte sofort los mit “Der W, Zwo, Drei”. War auch zu erwarten, denn einen besseren Song als Intro gibt es nicht. Natürlich fragte man sich wie der W eine recht angemessene Konzertlänge hinbekommen will bei nur einem veröffentlichten Album. Und doch hat er es geschafft satte 90 Minuten Unterhaltung zu bieten, denn neben allen Songs aus dem Album spielte er noch alle B-Seiten aus der Single von “Geschichtenhasser”, den kostenlosen Bonussong “Heiss” und einen neuen Song namens “Komm schon”. Natürlich hätte er die Länge nicht geschafft ohne seine Monologe. Stephan Weidner muss immer viel los werden, so spricht er sich nicht nur in seinen Songs aus, sondern auch beim Publikum.
Gerade der Monolog zum Song “Komm schon” hat’s mir angetan. Dass man seinen Hass nicht auf andere Leute schieben soll, nur weil sie eine andere Musikrichtung hören oder anders aussehen usw.
Der Monolog vor der Ballade “Asche zu Asche”, in dem es um das endgültige Aus der Onkelz geht und es auf jeden Fall keine Reunion der Band geben wird. Wie Weidner so schön sagte: “Eine Wiedervereinigung der Band nur des Geldes wegen, ist ein assoziales Verhalten.”
Die Reaktion im Publikum war gemischt, viele stimmten dem Weidner zu, andere finden es natürlich schade, dass es die Onkelz nie wieder geben wird. Hoffen wir halt, dass der W seine Solokarriere zumindest am Laufen erhält, damit wir wenigstens noch ein etwas von einem “Onkel” haben.




2 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Ein sehr schönes Konzert, welches mein Herz an alte Tage erinnert hat, wo ich beim Lausitzring war :D Wenn alle Fans so dabei sind und jedes verdammte Wort von jedem verdammten Lied kennen - das ist eine Stimmung, der man sich nicht entziehen kann! das ist einfach zum abrocken ;)
23.04.09 22:17 Uhr | | Nach oben
Das man von D-A-D noch nicht gehört hat, ist schon fraglich genug, aber dann auch noch zu behaupten die Typen verspielen sich kann ich nicht verstehen. Musik ist Geschmackssache, akzeptiert. Poser kann man mögen oder nicht, akzeptiert. Aber von einer Band die schon 25 Jahre Bühnenerfahrung hat, in Skandinavien Stadien füllt und mehr Konzerte und Platten verkauft hat als die Onkelz, sollte man schon ein bisschen respektvoller schreiben.
21.09.09 11:31 Uhr | | Nach oben
Einen Kommentar schreiben
(Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht)